Ich spüre dich
Die Resonanz zwischen zwei Menschen
Bildidee: von mir – umgesetzt mit Hilfe von ChatGPT (KI von OpenAI)
Was sie in diesem Beitrag erwartet:
Ich spüre dich
„Wir hatten es gerade schwierig.
Wir kannten unsere Geschichten und wussten von unseren Themen. Da war Verständnis, aber da waren auch diese Gefühle, die dabei ausgelöst wurden. Gefühle, die schmerzten und sich nicht vom Verständnis beeindrucken ließen.
Und es waren nicht nur meine Gefühle, die ich erlebte.
Es waren auch seine Gefühle.
Ich spürte, wie es ihm ging.
Warum das so war, das wusste ich nicht.
Aber ich merkte, wenn es ihm nicht gut ging.
So auch dieses Mal. Ich hatte es bereits kommen sehen. Manchmal fühlte ich, schon ein, zwei Stunden vorher, wie sich eine Dynamik aufbaute. Noch bevor ich wusste, dass etwas los war, was gerade los war oder worum es gerade ging. Noch bevor sie sich im Verhalten zeigte und sichtbar wurde.
Ich spürte es einfach. Es war da, dieses Erleben. Auch wenn er nichts sagte oder meine Frage – „was los sei oder ob etwas los sei?“ – verneinte.
Es war nicht einfach nur ein leiser Eindruck oder ein stilles gefühltes Wissen. Es war emotional, es war körperlich und es war intensiv. So stark, dass es nicht zu ignorieren und nicht zu verleugnen war. Ich wusste es nicht, ich fühlte es. Spürte, wie es ihm gerade ging. Es war einfach da. Mit voller Wucht.
Warum spürte ich, wie es ihm ging? Und warum konnte ich es nicht abschalten, mich nicht davon distanzieren?
Denn dieses „fremde Spüren“ war nicht hilfreich. Es beeinflusste mich, blockierte mich und ich konnte nichts tun um es zu verändern.”
(aus: Seelenpartner – ein Partner für die Seele)
Spüren wie es dem anderen gerade geht
Es ist keine Seltenheit, zu spüren, wie es dem anderen gerade geht. Viele feinfühlige Menschen kennen diese Erfahrung nur zu gut.
Sie spüren, wie es dem anderen geht
auch wenn dieser Mensch gar nicht anwesend ist,
nichts sagt oder
selbst noch gar nicht mitbekommt, wie es ihm geht.
Sie wissen es nicht, sie spüren es.
Nicht irgendwo, sondern tief in sich.
Sie spüren es und sind oft machtlos, etwas daran zu ändern.
Die Kehrseite der Resonanz
„Resonanz beschreibt ein starkes emotionales und körperliches Band, das uns miteinander verbindet. Und diese Verbindung wirkt. Oft viel stärker, als wir anfangs glauben oder uns wünschen. Denn sie zeigt sich nicht nur im Positiven.
Resonanz geht tief. Und damit spüren wir auch, was sich in dieser Tiefe bewegt. Nicht nur in uns selbst, sondern ebenso im Inneren des Partners. Wir nehmen also nicht nur wahr, wie es uns geht, sondern auch, wie es dem anderen gerade geht. Unabhängig davon,
ob wir das wollen oder nicht,
ob es uns bewusst ist oder nicht,
ob der andere uns daran teilhaben lässt oder nicht,
ob es ihm selbst bewusst ist oder nicht.
Manchmal ist dieses Spüren angenehm, manchmal leise und kaum wahrnehmbar. Manchmal aber auch schwierig und so intensiv, dass es uns völlig einnimmt, vielleicht sogar emotional erschlägt.
Gerade am Anfang wissen wir oft gar nicht, was uns innerlich so überrollt. Wir können dieses Spüren nicht einordnen. Wir wissen nicht, woher es kommt oder was es bedeutet.
Bei meinem ersten Seelenpartner verstand ich diese Resonanz zunächst überhaupt nicht. Ich wusste nicht, was mit mir los war. Ich dachte, es läge an mir. Vielleicht war ich einfach empfindlich, vielleicht nur schräg drauf, vielleicht hörte ich wieder einmal das Gras wachsen.
Was ich damals noch nicht verstand, war, dass dieses intensive Spüren kein Einzelfall ist, sondern zum Wesen solcher Resonanzbeziehungen gehört. Dass wir uns nicht nur verbunden fühlen, sondern tatsächlich in Verbindung stehen. Und zwar nicht „nur“ auf einer höheren Ebene, wie es oft beschrieben wird, sondern auf einer ganz tiefen Ebene. Dort, wo Resonanz nicht nur spürbar ist, sondern nicht mehr ignoriert werden kann.
Am Anfang merken wir nur, wie gut sich diese Verbindung anfühlt. Doch dann merken wir, was es für Auswirkungen hat, wenn wir in Verbindung stehen. ….“
(aus: Seelenpartner – ein Partner für die Seele)
In der Resonanz bleibt die Verbindung nicht abstrakt.
Wir erleben sie.
Hautnah.
Wir bekommen sie zu spüren.
Über die Resonanz spüre ich dich
Positiv betrachtet ist es genau das, was wir suchen.
Doch zu spüren bedeutet nicht nur, das Positive zu spüren, sondern auch das weniger Gute und das Negative. Und genau das erleben wir, wenn wir wirklich mit jemandem in Verbindung stehen. Dann merken wir schnell, dass dieses miteinander Schwingen nicht nur schön, sondern auch herausfordernd sein kann.
Denn: Resonanz wird uns fordern.
Immer wieder aufs Neue.
Sie fordert uns auf, uns einzulassen.
Uns unseren Empfindungen zu stellen
und ihnen nicht auszuweichen.
Denn Resonanz drängt in die Erfahrung.
Sie drängt auf Weiterentwicklung.
Auf Bewusstsein.
Offen für eine Resonanz
Die Resonanz ist nicht nur Seelenpartner vorbehalten, sie steht uns allen zur Verfügung. Jederzeit.
Jeder kann diese Resonanz erleben, wenn er es wagt, sich für sein Spüren zu öffnen.
Etwas in uns muss offen sein. Empfänglich, damit es angesprochen werden und mitschwingen kann. Nur so erleben wir die Resonanz. Sie wird spürbar.
Sind wir verschlossen, zurückhaltend, distanziert, vielleicht sogar innerlich wie abgeschaltet oder erstarrt, dann wird wahrscheinlich nur wenig bis gar nichts in uns ins Schwingen kommen. Eine Resonanz mag dann zwar grundsätzlich gegeben sein, aber wir werden sie gar nicht bemerken. Wir werden sie nicht spüren.
Resonanz ist gegenwärtig. Sie weist uns darauf hin, ob wir gerade offen sind oder nicht.
Und so kann sich auch eine tiefe Resonanz wieder verändern. Waren wir am Anfang einer Beziehung noch offen für den anderen, standen in Resonanz miteinander, heißt das nicht, dass wir jetzt – vielleicht müde, verärgert, verletzt – noch offen sind.
Doch jedes Mal, wenn wir merken, dass wir uns verschließen,
schließen wir damit auch das Tor zur Resonanz.
Die Resonanz – die Basis des weiblichen Entwicklungsweges
Wie bereits in einem früheren Beitrag: „Der alte, männliche Weg der Erleuchtung und der neue, weibliche Weg der Durchleuchtung“ beschrieben, geht der weibliche Entwicklungsweg in die Tiefe.
Er verläuft über das Fühlen, Spüren und das bewusste Einlassen auf das Menschsein. Ziel ist nicht der Ausstieg aus der Erfahrung, sondern das Hineingehen in die Erfahrung. Auch in das Dunkle und in den Schmerz. Eben in das Unbewusste.
Der weibliche Bewusstseinsweg ist ein spürender. Dabei geht es weniger um Technik, sondern um Beziehung. Um die Verbindung mit sich selbst, mit anderen, mit dem, was sich im Moment zeigt.
Das zentrale Werkzeug dabei ist die Resonanz.
Resonanz bedeutet: Ich gehe nicht über das hinweg, was ich spüre.
Ich gehe in die Erfahrung hinein.
Halte inne und
lasse mich berühren.
Resonanz – das ehrlichste Werkzeug der Weiterentwicklung
Die Resonanz drängt uns nicht nur in die Weiterentwicklung, sie ist wahrscheinlich auch eines der ehrlichsten und kraftvollsten Werkzeuge in der Bewusstseinsarbeit.
Denn:
Resonanz gelingt nur dort, wo wir offen sind. Wo wir uns berühren lassen.
Sie bringt uns ins unmittelbare Spüren. Wir stehen nicht über den Dingen und
wir beobachten nicht von außen. Wir befinden uns mitten in der Erfahrung.Wir denken nicht nur über das nach, was geschieht. Wir erleben es.
Das Verständnis bleibt nicht im Kopf. Es geht viel tiefer. Hinein in das Spüren. In das Gefühl und in den Körper.
Auch wenn sich die Resonanz manchmal nach außen richtet, führt sie uns dennoch immer wieder zurück zu uns selbst. Sie führt uns zurück ins eigene Spüren.
Ich spüre dich.
Und durch die Resonanz mit dir,
da spüre ich auch mich.
Manchmal braucht es nicht nur ein Spüren. Manchmal braucht es auch ein Erkennen, ein Verstehen. Was geschieht hier eigentlich mit mir und wie gehe ich damit um?
Denn so kraftvoll dieses Spüren auch ist, so herausfordernd kann es werden, wenn wir ihm schutzlos ausgeliefert sind. Wenn wir fühlen, es aber nicht einordnen können. Wenn wir nicht nur verbunden sind, sondern dabei auch unsere Grenzen verlieren.
Aus genau dieser Erfahrung heraus ist mein Paper entstanden.
In meinem Paper “Seelenpartner - ein Partner für die Seele” gehe ich dieser zwischenmenschlichen Resonanz weiter nach.
Was geschieht wirklich, wenn uns ein Mensch so tief berührt,
dass nichts mehr bleibt, wie es war?
Ist das alles nur Schicksal
Ìst es Resonanz?
Oder der Beginn eines inneren Entwicklungsweges?
In meinem 50-seitigen Paper
„Seelenpartner – ein Partner für die Seele“
beschreibe ich die Dynamik solcher Begegnungen. Von der magischen Anziehung über die schmerzhafte Konfrontation bis hin zur inneren Entwicklung.
Das PDF ist zum Preis von 12,- Euro erhältlich.
Bei Interesse senden Sie bitte eine E-Mail mit dem Betreff
„Seelenpartner – ein Partner für die Seele“
an: blog@brigitte-fuchs.at



