Erkenntnisse von der Couch

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Versuche nicht dein Herz zu öffnen!

Lass es sich selbst öffnen

Avatar von Brigitte Fuchs
Brigitte Fuchs
Mai 31, 2026
∙ Bezahlt
Bildidee von mir - umgesetzt mit Hilfe von ChatGPt (KI von OpenAI)

Was sie in diesem Beitrag erwartet:

  • Ein offenes Herz

  • Ein verschlossenes Herz

  • Ein verschlossenes Herz muss sich wieder öffnen

  • Herzöffnungsübungen

  • Bevor wir die Tür öffnen

  • Warum wir uns verschließen (paid)

  • Was hinter verschlossenen Türen auf uns wartet (paid)

  • Ein verschlossenes Herz braucht mehr, als nur eine Technik (paid)

  • Was es wirklich braucht (paid)

Verschlossenes Herz

Er war erfolgreich und taff. Strukturiert und kontrolliert. Aber auch verschlossen. Er hatte wenig Zugang zu sich selbst. Er hatte nie gelernt, wirklich auf sich zu schauen. Dorthin, wo Gefühle entstehen. Wo Bedürfnisse spürbar werden. Wo der Körper Signale sendet. Auch andere Menschen nahm er meist eher von außen wahr. Das Sichtbare war vertrauter als das, was darunter lag.

Es lag nicht daran, dass er dumm gewesen wäre.
Oder „weniger weit entwickelt“.

Sondern weil das Leben zu früh zu hart mit ihm war.

Irgendwann war es eine kluge Lösung geworden, sich zu verschließen.

Doch die Jahre vergingen.

Und mit der Zeit kamen die Symptome.
Ein Körper, der nicht mehr ganz so funktionierte, wie er sollte.
Gefühle, die so weit weg waren, dass es innerlich zeitweise ziemlich leer war.
Beziehungen, die ihn nicht erfüllten und nie lange hielten.

Es fühlte sich nicht gut an.
Er wollte eine Veränderung.
Was sollte er tun?

Bei seiner Suche stolperte er immer wieder über dieselbe Botschaft: Er war zu verschlossen. Er musste wieder offener werden. Nur wie?

Ein Satz, der damit ständig auftauchte: „Du musst dein Herz öffnen.”

Das war scheinbar eine der gängigsten Methoden dafür.

Zugegebenermaßen ein herausforderndes Projekt. Aber es gab jede Menge an Unterstützung. Da waren Menschen, die einem dabei helfen wollten. Es gab eine Vielzahl an Techniken, Übungen und Methoden, wie man dieses Ziel erreichen konnte.

Also versuchte er es.

Doch der erwünschte Erfolg blieb aus.

Gut, er spürte etwas. Aber es änderte sich nicht wirklich etwas. Seine Beziehungen, sie liefen immer noch nicht besser. Sein Körper stand nach wie vor unter Stress. Gefühle, ja beim Seminar, da waren sie da. Da war das Fühlen intensiv und positiv. Aber im Alltag verschwanden sie wieder. Nur manchmal, da erwischte es ihn. So unerwartet und stark kamen diese Zustände, dass es ihn körperlich durchschüttelte und er nicht mehr wusste, was er tun sollte.

Er musste wohl mehr üben und sein Herz noch ein wenig weiter öffnen.

Ein offenes Herz

Ein offenes Herz ist durchaus etwas Schönes. Im Grunde ist es ein Synonym dafür, wie offen und wie berührbar wir sind.

Es ist ein wenig vergleichbar mit der Eingangstür unseres Hauses. Steht sie offen, ist das wie eine Einladung. Ich sehe, wenn jemand kommt, und sie sehen mich. Ich kann jederzeit nach draußen gehen und ein Besucher kann zu mir kommen.

Ein offenes Herz ist wie ein geöffnetes Tor, das in unsere Tiefe führt. Es kann fühlen, ohne sich vor diesen Gefühlen schützen zu müssen. Mit einem offenen Herzen sind wir berührbar. Erst so kann wirkliche Nähe und Verbundenheit entstehen. Wir blicken vertrauensvoll in die Welt und können daher auch unsere zarte, verletzliche Seite zeigen.

Doch bevor wir eine falsche Vorstellung entwickeln: Wir werden nicht immer offen sein! Auch ein offenes Herz wird sich wieder verschließen.

Ein verschlossenes Herz

Jeder von uns weiß, wie sich ein verschlossenes Herz anfühlt. Es zeigt uns, dass wir gerade zugemacht haben. Und das kann eine Vielzahl an Gründen haben. Vielleicht sind wir gerade fokussiert und konzentriert, vielleicht gestresst, möglicherweise auch verwundet.

Dann geht diese Tür zu. Selten geschieht dies bewusst. Meist ist es eine automatische Reaktion.

  • Manchmal geht die Tür einfach nur sanft zu. Nicht einmal ganz verschlossen, sondern nur angelehnt.

  • Ein anderes Mal reicht das vielleicht nicht aus. Dann wird sie auch noch versperrt.

  • Manchmal genügt auch das versperren nicht. Dann wird der Eingang zur Tür verbarrikadiert.

  • Und vielleicht ist auch das nicht genug. Dann wird eine große Mauer rund um das Haus errichtet und diese Mauer wird verteidigt.

Die innere Berührbarkeit – sie wäre immer noch da. Nur der Zugang dazu ist gerade versperrt.

Je verschlossener wir sind, umso wenig erreicht uns. Dann lassen wir nicht nur Menschen, sondern auch bestimmte Gefühle nicht mehr an uns heran. Für die anderen mögen wir dann stark, autonom und über den Dingen stehend wirken. Doch der Preis, den wir dafür zahlen ist durchaus hoch.

Denn: Hinter verschlossenen Türen ist es einsam und
hinter Mauern ist es kalt.

Vielleicht müssen wir den Weg nicht immer alleine gehen. Wenn Sie sich für die Themen Psyche, Bewusstsein und persönliche Entwicklung interessieren, freue ich mich, wenn Sie meinen Newsletter abonnieren und ein Stück des Weges mitgehen.

Ein verschlossenes Herz muss sich wieder öffnen

Nun, da wir wissen, dass ein verschlossenes Herz einiges verhindert, liegt es doch nahe, dass eine Öffnung die Lösung des Problems ist.

Eine einfache und schnelle Lösung wird uns geboten. Das spricht uns an.

Also: Herz öffnen – dann wird sich das Leben zum Besseren entwickeln.
Denn: Ein offenes Herz ist ein Zeichen von Entwicklung – oder etwa nicht?

Doch dazu kommen wir später.

Herzöffnungsübungen

Wo ein „Problem“ ist, da gibt es auch „Lösungen“. Und so finden sich viele Techniken und Methoden, wenn es darum geht, wie man sein Herz öffnen kann. So gibt es beispielsweise:

  • Körperübungen, die uns helfen unser Herz zu öffnen: Wie den Brustraum öffnen, bestimmte Bewegungen oder Musik.

  • Atem- und Visualisierungsübungen um das Herz zu öffnen: „Ich atme in mein Herz.“ „Ich stelle mir vor wie sich mein Herz öffnet.“ „Stelle mir vor, wie Licht, Wärme und Liebe in mein Herz fließen.“

  • Meditative Übungen: Sich selbst oder anderen Liebe senden, sich mit einer höheren, bedingungslosen Liebe verbinden.

  • Affirmationsübungen, sich sagen: „Mein Herz ist offen.“ oder: „Ich bin offen für die Liebe!“

  • Kurse, ja ganze Workshops mit dem Ziel das Herz zu öffnen. Dort wird mit intensiver Atmung, Emotion, mit Gruppenerfahrungen oder diversen Öffnungstechniken gearbeitet.

Sein Herz zu öffnen scheint geradezu modern geworden zu sein.

Bevor wir die Tür öffnen

Sein Herz öffnen, das klingt doch plausibel.

Aber was passiert da wirklich?

Stellen Sie sich vor, jemand lebt in einem Haus. Sie sehen die hohe Mauer rundherum. Sie spähen durch eine Ritze und sehen die verschlossene Tür dahinter. Und sie denken sich: Dieser Mensch lebt ein karges Leben, dem muss doch geholfen werden.

Die Lösung, erscheint klar. Wenn die Tür offen ist, wird sich etwas verändern.

Ein gut gemeinter Gedanke, eine wohlwollende Absicht dahinter.

Doch es funktioniert nicht. Nicht wirklich. Denn das ist nur die äußere Sicht auf die Dinge. Lassen Sie uns nun ein wenig tiefer in diese Dynamik einsteigen und schauen, was da wirklich passiert.

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